FEAR

Wir haben Angst.  
Deshalb machen wir was.  
Raus aus der Schockstarre.  
Aber wohin?  

Die letzten zwei Jahre hat die Pandemie unser Leben bestimmt, die Auswirkungen des Klimawandels, Abschottung, Kriege und gewaltvolle Auseinandersetzungen, – diese Ereignisse stellen vermeintliche Sicherheiten in Frage. Bedrohung, Verunsicherung, Gewalt, Ungewissheit, Veränderungen und Stress können Auslöser für Angst sein. Angst ist dabei nicht nur eine individuelle Emotion, sondern ein gesellschaftlich-politisches Thema, eine Atmosphäre (“Klima der Angst”), und ist leicht für (politische) Interessen zu instrumentalisieren.  

Wir wollen diesem komplexen Gefühl gemeinsam künstlerisch auf den Grund gehen.  

Dafür arbeiten wir mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Alltagswelten, im Spannungsfeld zwischen ländlichen und städtischen Gebieten in (Ost-) Deutschland, Gefängnis, Dorf und Stadt, sowie internationalen Künstler:innen zusammen.  

Wir möchten einen angstfreien Austausch über die Angst ermöglichen, allen Teilnehmenden des Projekts die Möglichkeit geben, ihre Perspektiven und Lebensrealitäten zu teilen. Verstehen, voneinander lernen, zuhören…

Wir wollen einen Umgang mit der Angst finden, damit sie nicht in Gewalt mündet.  

Wir haben Angst. Gemeinsam.